KI einzukaufen ist mehr als eine normale IT-Beschaffung: Vergaberecht und KI-Verordnung greifen ineinander. Wie schreibt man ein KI-System rechtssicher aus, welche Anforderungen gehören in die Leistungsbeschreibung, und wer haftet für die Konformität? Dieses Seminar verbindet beide Welten – ein bundesweit noch seltenes, hochaktuelles Thema.
Die Beschaffung von KI-Systemen ist eine der anspruchsvollsten Aufgaben der digitalen Verwaltung – denn hier treffen zwei komplexe Rechtsgebiete aufeinander: das Vergaberecht und die EU-KI-Verordnung. Wer KI beschafft, muss nicht nur ein rechtssicheres Vergabeverfahren durchführen, sondern auch sicherstellen, dass das beschaffte System die Anforderungen der KI-Verordnung erfüllt und die Pflichten zwischen Anbieter und Betreiber sachgerecht verteilt sind.
Dieses Seminar verzahnt beide Perspektiven. Es zeigt, wie die Anforderungen der KI-Verordnung – insbesondere bei Hochrisiko-KI – bereits in die Leistungsbeschreibung und die Wertungskriterien einfließen, wie Konformität, Transparenz und menschliche Aufsicht vertraglich abgesichert werden und welche Rolle die EVB-IT dabei spielen. Anhand realistischer Beschaffungsszenarien (z. B. KI-gestützte Sachbearbeitung, Chatbots, Analysetools) wird das Zusammenspiel praxisnah eingeübt. Das Seminar baut idealerweise auf den Seminaren zur IT-Beschaffung und zur KI-Verordnung auf, ist aber auch eigenständig besuchbar.


