Cybersicherheit ist nicht mehr Kür, sondern Pflicht: Mit dem NIS-2-Umsetzungsgesetz treffen Behörden und kommunale Unternehmen neue Anforderungen – auch beim Einkauf. Dieses Seminar zeigt, wie Sie Informationssicherheit rechtssicher in Ausschreibungen und IT-Verträge bringen und Ihre Lieferkette absichern.
Mit dem NIS-2-Umsetzungsgesetz, das die europäische NIS-2-Richtlinie in deutsches Recht überführt und in das BSI-Gesetz integriert ist, sind die Anforderungen an die Informationssicherheit deutlich gestiegen. Betroffen sind nicht nur Bundesbehörden, sondern in der Praxis vor allem kommunale Unternehmen und Einrichtungen, die kritische oder wichtige Dienste erbringen – etwa Energie- und Wasserversorger, Krankenhäuser oder Verkehrsbetriebe. Hinzu kommt: Wer beschafft, muss Informationssicherheit zunehmend bereits im Vergabeverfahren und in den Verträgen berücksichtigen und die eigene Lieferkette absichern.
Das Seminar nähert sich NIS-2 konsequent aus der Perspektive der Beschaffung und des Vertragsrechts. Nach einer kompakten Einordnung des Rechtsrahmens (NIS-2-Umsetzungsgesetz, BSIG, KRITIS-Dachgesetz, Betroffenheit) liegt der Schwerpunkt darauf, wie Anforderungen an die Informationssicherheit rechtssicher in Leistungsbeschreibung, Eignungs- und Zuschlagskriterien einfließen und wie sie in IT-Verträgen – insbesondere mit den EVB-IT – vertraglich abgesichert werden. Behandelt werden außerdem die Pflichten zur Lieferkettensicherheit, Melde- und Nachweispflichten sowie die Verantwortung der Leitungsebene. Praxisnahe Fallbeispiele machen die Umsetzung greifbar. Das Seminar setzt keine vertieften technischen Kenntnisse voraus.


